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Philippinen

Wie Alles anfing ...

Die Ursprünge der Partnerschaft mit den Philippinen lassen sich bis in die Anfangszeit der Pfarrei zurückverfolgen. Damals, 1963, begann eine kleine Schar von Ministranten unter der Anleitung von Br. Raphael Botzenhardt und Frau Nagler Weihnachtsbastelarbeiten zu erstellen. Aus diesen bescheidenen Anfängen ist dann später die Bastelausstellung entstanden, die bis heute existiert und zum festen Bestandteil des Pfarreilebens in St. Willibald gehört.
Seit Beginn des Verkaufs von Bastelarbeiten im Jahre 1969 wurde der Erlös für Missionsprojekte zur Verfügung gestellt. Seit 1986 kam der Verkaufserlös den Salvatorianerinnen auf den Philippinen zugute. Damals war es das „Stella Maris“ Krankenhaus in Binmaley in der Provinz Pangasinan, das finanzielle Unterstützung bauchte. Nach der Aufbauphase gaben die Schwestern die Verantwortung ab und wandten sich anderen Tätigkeiten zu.

Wie es weiterging ...

Im Laufe der Jahre haben sich ganz unterschiedliche Apostolate im pastoralen und sozialen Bereich herausgebildet, wobei die finanzielle Hilfe aus St. Willibald immer ein wertvoller Beitrag war. Die philippinische Region der Salvatorianerinnen ist eine vergleichsweise kleine Gemeinschaft mit ca. 25 Schwestern, die aber in 5 Kommunitäten in verschiedenen Provinzen der Philippinen leben.
1996 haben auch die Salvatorianer auf den Philippinen eine Neugründung begonnen. Nach einer ersten Orientierungsphase haben sie angefangen, junge Ordensmitglieder auszubilden.

Wie es heute ist...

Von den verschiedenen Aufgabenbereichen, in denen die Salvatorianerinnen tätig sind, sind besonders 2 Projekte erwähnenswert, die in jüngster Vergangenheit erst aufgebaut wurden bzw. noch ausgebaut werden. Das eine ist ein Schulprojekt, das in Cebu City verwirklicht wurde in einer Pfarrei mit überwiegend armer Bevölkerung. Das andere Projekt ist SPCC (Salvatorian Pastoral Care for Children). Hierbei handelt es sich um eine Initiative, die wie ein Verein organisiert ist und sich sowohl professionell als auch ehrenamtlich um Kinder kümmert, die aus zerrütteten Verhältnissen kommen oder Opfer von Mißbrauch geworden sind.

Gelübde Erneuerung aller Professmitglieder vor Ort
Die Salvatorianer haben zwischenzeitlich 3 Ausbildungshäuser etabliert für die Ausbildung von jungen Salvatorianern aus Philippinen, China, Sri Lanka und Vietnam und helfen nebenher so gut es geht in den Belangen der Pfarrei mit und den sozialen Nöten der Menschen vor Ort.
Seit 2001 arbeitet P. Hubert Kranz SDS, in der Neugründung auf den Philippinen mit. Er war von 1997 bis 2001 Kaplan in St. Willibald. Aufgrund des persönlichen Bezugs beschloß die Bastelgruppe, den Erlös der Bastelausstellung in gleichen Teilen den Schwestern und Patres in den Philippinen zukommen zu lassen




Mehr Information unter www.salvator-missionen.org

Ansprechpartner:
In den Philippinen: P. Hubert Kranz    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Deutschland: Fr. Gabi Koppa


Rumänien / Temesvar

Als wir im November 1994 zum ersten Mal einen Hilfstransport nach Temesvar in Rumänien organisiert und durchgeführt haben, erlebten wir die Not der Menschen vor Ort aus nächster Nähe: Da waren zahlreiche Menschen, die in einer langen Warteschlange vor dem Kloster der Salvatorianer standen, um beim dortigen Kleiderbazar für einen symbolischen Geldbetrag gebrauchte Kleidung einkaufen zu können. Wir begegneten damals auch vielen Kindern und Jugendlichen wie Mariana, einem 12-jährigen Mädchen, das auf der Straße lebte, und die ihre Schlafstätte unter einem Kanaldeckel der Fernwärmeheizung der Stadt hatte.

Diese Not, die wir damals erfahren haben, hat uns nicht losgelassen: Im Zeitraum vom November 1994 bis Juni 2003 haben wir insgesamt 19 Hilfstransporte mit vorwiegend Kleidung, aber auch mit Medikamenten, Lebensmittel, medizinische und technische Geräte organisiert und durchgeführt. Von der Verpackungsart haben sich hierzu am besten leere Bananenkartons geeignet, da diese gut stapelbar sind. In der Vorbereitung der Hilfstransporte haben wir in diesen Jahren gebrauchte Kleidung in rund 4700 Bananenkartons sortiert, verpackt und beschriftet, und haben detaillierte Ladelisten erstellt. Von den Erfahrungen und Wartezeiten an den ungarischen und rumänischen Zollstationen könnten wir ein eigenes Buch schreiben...

Nachdem sich die Sorgen und Nöte der Menschen in Temesvar verändert hatten, stellten wir in Absprache mit den Salvatorianern die Hilfstransporte in der durchgeführten Form ein, und sind seither bemüht drei große Hilfsprojekte, die im Laufe der Jahre in Temesvar durch Initiativen der dortigen Salvatorianer und Salvatorianerinnen entstanden sind, durch verschiedene Aktionen zu unterstützen.

Diese drei Hilfsprojekte sind:
•    das „Pater-Jordan-Nachtasyl“
•    die „Pater-Paulus-Jugendfarm“
•    das „Frauenhaus Temesvar“.

1. Das „Pater-Jordan-Nachtasyl“

P. Berno Rupp hat sich der obdachlosen Kinder und jungen Erwachsenen angenommen. Er gründete das „Pater-Jordan-Nachtasyl“, wo Straßenkinder und Obdachlose Schutz und Wärme finden und eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können. Sie erhalten Kleidung und medizinische Versorgung. Sauberes Wasser und sanitäre Anlagen schützen sie vor Krankheiten. Pater Berno, seine Mitbrüder, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lindern mit der Hilfe der örtlichen Caritas die größte Not der Bedürftigen.

Doch das Leben vieler Kinder und Jugendlicher in Rumänien ist immer noch aussichtslos. Sie können dem Kreislauf der Armut alleine nicht entfliehen. Das Nachtasyl von Temesvar ist ein Ort der „ersten Hilfe“.

Aus den Erfahrungen mit den Straßenkindern in Temesvar, die im Kloster der Salvatorianer seit 1992 betreut wurden, initiierte Pater Berno Rupp 1999 die Einrichtung des „Pater-Jordan-Nachtasyls“. Als Träger des Projekts konnte Pater Berno mit der Zeit die Caritas der Diözese Temesvar gewinnen.

Das Nachtasyl ist für die Straßenkinder von Temesvar geplant worden, beherbergt aber auch andere Obdachlose und Schutzsuchende. Die Einrichtung stellt den Straßenkindern und den anderen ein warmes Essen und einen Schlafplatz zur Verfügung. In Verbindung mit der Jugendfarm in Bakova eröffnet sich aber auch die Möglichkeit der Resozialisierung.

Das Nachtasyl bietet 100 Schlafplätze. Es stehen zwei große Schlafräume mit je 30 Schlaf-plätzen für die männlichen über 16-jährigen zur Verfügung, sowie zwei kleinere Räume mit je 20 Schlafplätzen. Einer der kleineren Räume ist für Frauen und Mädchen, der andere für männliche Straßenkinder unter 16 Jahren. Des weiteren gibt es einen Essens- und Aufenthalts-raum, sowie ein Fernsehzimmer. Ferner besteht für die Übernachtenden die Möglichkeit ihre persönlichen Sachen in einem separaten Raum – zum Schutz vor Diebstahl – aufbewahren zu lassen. In dem zum Haus gehörenden Hof – typisch für ein Haus im Banater Raum – besteht die Möglichkeit zum Tischtennis- oder Fußballspielen, oder für andere Aktivitäten.

Im „Pater-Jordan-Nachtasyl“ arbeiten außer der Köchin noch sieben weitere Personen, die für die Einhaltung der Hausregeln zuständig sind. Erwähnenswert ist, dass das Bistum Erfurt bemüht ist, jedes Jahr einen Zivildienstleistenden aus Deutschland oder jemand, der ein freiwilliges soziales Jahr machen möchte, für den Dienst im Haus zu gewinnen. Jeweils drei Personen kümmern sich täglich um die Übernachtenden und deren Bedürfnisse. Die Mitarbeiter im Nachtasyl absolvieren auch entsprechende Kurse, um sich für ihre Sozialarbeit entsprechend zu qualifizieren.

Wenn die Obdachlosen im Nachtasyl aufgenommen werden wollen, müssen sie einige Regeln beachten. Dazu gehören vor allem ein absolutes Verbot von Drogen und Alkohol, sowie ein Rauchverbot im gesamten Haus. Weiterhin darf im Haus niemand geschlagen werden. Dieb-stahl wird streng bestraft. Wer sich wiederholt nicht an diese Grundregeln hält, muss mit einem meist zeitlich begrenzten Ausschluss aus dem Nachtasyl rechnen.

Jeder Übernachtende hat das Recht, aber auch die Pflicht, sich einmal in der Woche zu du-schen, um somit der Verseuchung durch Flöhe und Läuse vorzubeugen. Das bedeutet, dass sich je 15 – 20 Übernachtende an einem ihnen zugeordneten Tag eine Stunde vor Einlass im Nachtasyl einfinden müssen, um sich zu waschen.

Da das Nachtasyl nur als Nachtobdach ausgelegt ist, wird die Pforte um 19 Uhr für eine Stunde zum Einlass geöffnet. Um 20 Uhr wird die Pforte geschlossen und das Abendessen wird ausgeteilt. Danach haben die Übernachtenden Zeit sich mit persönlichen Dingen zu beschäftigen, gemeinsam zu spielen, oder fern zu schauen. Um 22.30 Uhr ist Bettruhe. Am nächsten Morgen müssen alle um 7 Uhr aufstehen. Danach gibt es ein Frühstück und bis 8 Uhr müssen alle das Haus verlassen haben.

Das Nachtasyl verfügt zudem über einen Vertrag mit einer Allgemeinmedizinerin, so dass sie Mitarbeiter des Nachtasyls in der Lage sind, erkrankte und mittellose Übernachtende zur ärztlichen Behandlung schicken zu können. Diese Ärztin kommt von Zeit zu Zeit auch im Nachtasyl vorbei, um die Übernachtenden zu beobachten und sie auf typische Krankheiten hin zu untersuchen.

Täglich werden einige Übernachtende zum Saubermachen des Hauses eingeteilt. So wird ihnen deutlich, dass dies ihr Haus ist, in dem sie selbst auch für Ordnung sorgen müssen.

Von jedem, der sich im Haus befindet, werden ein paar persönliche Daten notiert. Auch der Grund, weshalb er oder sie auf der Straße lebt, wird festgehalten. Mit Hilfe dieser Informationen lässt sich nicht nur leichter unterscheiden, wer weniger hilfsbedürftig ist, und somit das Nachtasyl nur für begrenzte Zeit bewohnen darf. Anhand dieser Daten lassen sich auch einige Probleme lösen und besser entscheiden, wer z.B. für andere Resozialisierungsprojekte in Frage kommt und wer nicht.

Das „Pater-Jordan-Nachtasyl“ ist in dieser Form die erste Einrichtung in Temesvar und Umgebung. Es dokumentiert in besonderer Weise auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Caritas Temesvar und der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer in der Sorge um hilfsbedürftige Menschen.

Der Namensgeber des „Pater-Jordan-Nachtasyls“ ist Pater Franziskus Jordan (1848 – 1918). Er gründete am 8. Dezember 1881 die spätere Ordensgemeinschaft der Salvatorianer. 1898 brachte er die Ordensgemeinschaft nach Temesvar und richtete dort eine Ordensniederlassung ein.

Doch es geht um mehr – Wege aus der Armut – junge Menschen hoffen auf eine Perspektive für ihr Leben

Gerade den jungen Menschen am Rande der Gesellschaft muss eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden. Dazu ist vor allem eine solide Ausbildung nötig. Hier schafft die Jugendfarm in Bakova – 30 Kilometer von Temesvar entfernt - neue Möglichkeiten:

2. Die „Pater-Paulus-Jugendfarm“

Wir haben die Pater-Paulus-Jugendfarm“ gegründet, wo Kinder und junge Erwachsene mit uns gemeinsam leben und arbeiten. Sie helfen uns Felder zu bestellen und das Vieh zu versorgen. In unseren Werkstätten erlernen sie einen Beruf, der sie später ernähren wird. Doch die Zahl der Hilfesuchenden ist groß“, schreibt Pater Berno.

Als kleiner Junge fand Antal Obhut bei P. Berno. Heute hilft er mit die Jugendfarm von Bakova aufzubauen.Als kleiner Junge fand Antal Obhut bei P. Berno. Heute hilft er mit die Jugendfarm von Bakova aufzubauen.
„Dem Nächsten ein Haus bauen“, das ist sein Grundgedanke. Und wem geholfen wurde, der soll auch anderen helfen. Auch dazu will die Ausbildung auf der Jugendfarm dienen. So helfen die Jugendlichen z.B. auch beim Bau der einfachen Häuser im Farmgelände. Doch es fehlt überall an den notwendigen Mitteln, um weitere Häuser zu errichten. Pater Berno: „Uns fehlen die Mittel für Baumaterial, Möbel, die Errichtung von Küchen und sanitäre Anlagen. Wir möchten niemanden abweisen, aber unsere Kapazitäten sind erschöpft. Wir hoffen auf Eure Hilfe aus Deutschland.“




Im Jahr 2000 konnte P. Berno Rupp in Zusammenarbeit mit der „Caritas Temesvar“ das Gelände der ehemaligen Kolchose in Bakova erwerben. Alsbald wurde damit begonnen dort eine Farm zur Aufzucht von etwa 200 Schweinen, sowie 500 freilebenden Hühnern einzurichten. Desweiteren wurde auch der Anbau von Getreide, Obst und Gemüse in Angriff genommen. Auch ein Schreinerei und ein Mühlbetrieb wurden eingerichtet.

P. Berno zeigt den Ort, wo die neuen Häuser für die Straßenkinder, Jugendlichen und Obdachlosen entstehen sollenIn diesen landwirtschaftlichen Betrieb ist ein Jugenddorf angeschlossen worden. Das Jugenddorf ist teilweise eingerichtet, befindet sich aber nach wie vor noch im Entstehen. Insgesamt sind 80 Plätze für Jugendliche, die in 12 einfachen Bungalows untergebracht sind, geplant. Ziel des Jugenddorfes ist es den Jugendlichen aus dem „Pater-Jordan-Nachtasyl“ sowie Jugendlichen aus anderen Kinderheimen Möglichkeiten der Resozialisierung zu schaffen. Durch eine Berufsausbildung kann ein beruflich selbständiges Leben ermöglicht werden. Den Jugendlichen sollen neue Perspektiven eröffnet werden, die ihnen den Einstieg in ein „normales“ Leben ermöglichen können.

Ziel des landwirtschaftlichen und handwerklichen Betriebs von Bakova ist ein Beitrag zur Selbstversorgung der Projekte der „Caritas Temesvar“ zu leisten. Das produzierte Fleisch, Obst, Gemüse und Getreide dienen als Lebensmittel z.B. für die Altenheime, Kinderheime und andere soziale Einrichtungen der „Caritas Temesvar“, nicht zuletzt auch für das „Pater-Jordan-Nachtasyl“.
Das Konzept der „Pater-Paulus-Jugendfarm“ wurde mit Fachleuten der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren am Bodensee erarbeitet. Es sieht die strikte wirtschaftliche Trennung der bei-den Bereiche – Farm und Jugenddorf – vor, so dass die heilpädagogischen Erfordernisse nicht von der wirtschaftlichen Effektivität beeinträchtigt werden.

Da auch die „Pater-Paulus-Jugendfarm“ auf die Initiative der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer – auf die Initiative von Pater Berno Rupp – zurückgeht, trägt die Jugendfarm den Namen eines Salvatorianers. P. Paulus Weinschrott (1919 – 1960) war ein Salvatorianer aus Bakova. Als 1946 die kommunistische Herrschaft in Rumänien begann und er – als 27-jähriger junger Ordensmann – die Veränderungen in seinem Heimatort miterlebte, begann er in seinen Predigten unerschrocken auf die neuen Verhältnisse aufmerksam zu machen. Er glaubte nicht an das kommunistische Paradies auf Erden, sondern er predigte, dass den Menschen nur mit Gott Zukunft und Hoffnung geschenkt wird. Diese Tatsache brachte ihn ins Gefängnis, wo er 1960 zu Tode kam.

3. Das „Frauenhaus Temesvar“

Auch Frauen in Not hoffen auf neue Perspektiven.
Unter anderem aus den Erfahrungen mit dem „Pater-Jordan-Nachtasyl“ erwuchs die Idee der Einrichtung eines Frauenhauses. Unter den Obdachlosen, die im „Pater-Jordan-Nachtasyl“ übernachten, sind auch Mädchen und Frauen. Das Leben auf der Straße ist für sie oft noch schwerer als für die Jungen und Männer. Sie müssen sich immer wieder vor gewalttätigen Zugriffen seitens der Männer schützen. Im „Pater-Jordan-Nachtasyl“ finden die Frauen zwar eine sichere Unterkunft für die Nacht, doch am Tag sind sie auf sich selbst angewiesen.
Aber nicht nur Frauen, die auf der Straße leben, erfahren Gewalt psychischer oder physischer Art. Täglich werden auch in Temesvar Frauen von ihren Männern misshandelt und geschlagen. Für sie ist es sehr schwer von ihren Männern weg zu kommen: Ein Überleben alleine bzw. mit Kindern ist für die betroffenen Frauen aufgrund der oft mangelnden finanziellen Mittel kaum möglich. Eine Unterstützung von staatlicher Seite gibt es praktisch nicht.
Sr. Friederike und P. Berno erkannten die dringende Notwendigkeit, Frauen, die mit ihren Kindern auf der Straße leben, oder Frauen, die von ihren Männern brutal behandelt werden, eine Zuflucht zu bieten. So wurde im Mai 2003 das „Frauenhaus Temesvar“ eröffnet. Laut Auskunft der „Organisation zur Unterstützung der Frauen in Rumänien – APFR – Asociati pentru promovarea Femeii din Romania“ ist dies das erste Frauenhaus in Temesvar überhaupt.

Im Frauenhaus – dessen Adresse aus verständlichen Gründen nirgends bekannt gegeben wird – gibt es sechs Einzelzimmer, zwei Aufenthaltsbereiche, eine große Wohnküche, einen Büroraum, einen großen Wasch- und Baderaum, einen Heizungsraum, sowie zwei weitere Bäder. Das kleine Anwesen ist ein typisches Haus für den Banater Raum. Es gibt einen kleinen Innenhof, sowie einen langgezogenen Garten hinter dem Haus bis hinunter zu einem kleinen Bach.

Die Ziele des Frauenhauses sind:
•  Das Haus soll eine Zuflucht bieten für die betroffenen Frauen und zu einem vorübergehenden Zuhause werden.
•  Das Selbstbewusstsein und die Selbständigkeit der Frauen sollen gefördert werden.
•  Die Frauen solle zusätzliche Fähigkeiten und Qualifikationen erwerben unter dem Blickwinkel „Hilfe zur Selbsthilfe“.
•  Die Frauen sollen (wieder) in ein normales Leben (außerhalb des Frauenhauses) eingegliedert werden.

Die Frauen werden im Haus durch qualifiziertes Fachpersonal unter dem Gesichtspunkt einer allgemeinen Lebensberatung einzeln betreut und begleitet. Den Frauen werden auch Möglichkeiten eröffnet im Sinne einer „Hilfe zur Selbsthilfe“. Sie können sich weiterbilden in den Bereichen Hauswirtschaft, Gartenbau und Schneiderei. Näherinnen z.B. werden in Temesvar gesucht und sich gut bezahlt. Durch solche Weiterbildungen können sich neue berufliche Chancen für die betroffenen Frauen ergeben.

Die betroffenen Frauen haben auch die Möglichkeit psychologische und rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deshalb ist eine Zusammenarbeit bzw. eine Weitervermittlung zu anderen Institutionen sehr wichtig.

Das „Frauenhaus Temesvar“ steht unter der Trägerschaft der „Caritas Temesvar“. Alle bisher aufgewendeten und weiter benötigten finanziellen Mittel werden jedoch durch Spenden aufgebracht. Dieses Projekt ist ausschließlich auf Spenden und Fördergelder angewiesen. Vom Land oder der Stadt Temesvar kann leider nichts erwartet werden. Deshalb wird jede Spende – ob groß oder klein – dankbar angenommen.

 

Hinsichtlich der Hilfsprojekte, die in den zurückliegenden 15 Jahren in Temesvar entstanden sind, sagt P. Berno: „Was im Laufe der Jahre entstand, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Ich glaube, dass hinter all’ dem Gottes Geist wirkt.“
Die Temesvar-Gruppe von St. Willibald ist sehr klein. Dennoch versuchen wir immer wieder auf diese drei großen Hilfsprojekte in Temesvar aufmerksam zu machen. Dem Pfarrbrief können Sie entnehmen, dass wir zugunsten der Projekte immer wieder Aktionen durchführen, wie etwa Frühschoppen, Kinderflohmärkte und andere Dinge, um diese Projekte im Gedächtnis wach zu halten.

Wenn Sie die drei Hilfsprojekte und die Arbeit der Salvatorianerinnen und Salvatorianer in Temesvar auch finanziell unterstützen möchten:

Konto: Kath. Kirchenstiftung St. Willibald, Konto Nr. 21 45 839, LIGA-Bank eG München, BLZ 750 903 00, Kennwort: Pater-Jordan-Nachtasyl oder: Pater-Paulus-Jugendfarm oder: Frauenhaus Temesvar oder allgemein: Salvatorianer/Salvatorianerinnen Temesvar

Ansprechpartner: Ute und Erich Hornstein, Genovevaweg 17, 80689 München
Tel. 089 / 580 77 11 oder E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!